weitergedacht

Die Arbeit mit dem smartTUGENDprofil auf individueller Ebene bietet einen Einstieg in die Reflexions-arbeit, welche gerade in der Führungsarbeit von hoher Wichtigkeit ist. Dabei können eigene Tugend-bewertungen kritisch hinterfragt werden und werden bestimmte Tugendenvorlieben deutlicher.

Die lernende Organisation

Der Einsatz ist in der Folge auch für Schulteams im Rahmen von Personalentwicklungs- und/oder Schulentwicklungsprozessen einsetzbar: in Arbeitsteams, Stufenteams, Schulhaus-teams oder als Ausgangspunkt für Pädagogische Konferenzen, um Haltungen in der Gegenwart deutlich werden zu lassen und Grundlagen für die zukünftige Praxis zu schaffen. So könnten einzelne Teammitglieder eine Schätzung von Kollegin X oder Kollege Y vornehmen und mit Hilfe des arithmetischen Mittels aus den einzelnen Einschätzungen einen Vergleich von Fremd- und Selbstwahrnehmung vornehmen.

Schulhauskultur: Tugenden verankern

Tugenden können im Anschluss an diesen Reflexionsprozesse in der Schulkultur verankert werden. Hier sei auf die drei Ebenen der Schulkultur verwiesen. Für die Arbeit mit den Tugenden heisst dies:

 

Grundannahmen kommunizieren:

Menschenwürde und Menschenrechte werden über Menschenrechtsbildung bearbeitet und in der Lebenswelt Schule und im Alltag verankert. Menschenpflichten und Formen erwartbaren Anstandes werden klar kommuniziert.

 

Werte und Haltungen bewusst nutzen:

Ausgehend von den Menschenrechten werden Regeln für (a) das Zusammenleben und (b) das Zusammenarbeiten geschaffen. Tugenden werden als trainierbare Fähigkeiten verstanden, auf deren möglichst gute Erreichung wertschätzend hingearbeitet wird und deren Unterlassung konsequent konfrontiert wird.

 

Artefakte schaffen:

Ein wesentlicher Punkt ist Sichtbarkeit: Tugenden und Regeln der Schule sind für alle sichtbar, ver-schriftlicht, verbildlicht, präsent und werden Teil des Schulalltages und damit der Lebenswelt von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in der Organisation Schule. Sie sind für Aussenstehende rasch erkenn- und verstehbar. Der Bezug auf die Tugenden findet im Unterricht, in Alltagsbegegnungen, in Projekten, Verhaltensrückmeldungen und -beurteilungen jeglicher Art statt.

Mehr Informationen: Burk W. & Stalder Ch. (Hrsg.)(2022): Entwicklungsorientierte Bildung - ein Paradigmenwechsell. Beltz. Oder klick aufs GIF!

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